Vom 7.-14.April fand der erste Wettbewerb der International Series in Brasilien statt. In der Gruppe Meisterklasse Herren startete Tim Schubert in einem eher beschränkten Teilnehmerfeld aufgrund von Verletzungen sowie Nichtteilnahme einiger Top-Läufer aus Argentinien sowie Kolumbien. Somit kämpfte Tim gegen Erik Medziu Leite (panamerikanischer Meister aus Brasilien) um den Sieg. Im Kurzprogramm unterlief Tim ein kritischer Fehler sowie ein Sturz in der Dreifachkombination. Dadurch verlor er direkt zu Beginn des Kurzprogramms 10 Punkte. Davon abgesehen zeigte Tim ein solides Programm ohne weitere größere Fehler mit einem sauberen Dreifachlutz sowie den besten Pirouetten des Wettbewerbes. Aufgrund des kritischen Fehlers zu Beginn ging Erik Medziu Leite mit 81,15 Punkten zu 70,25 Punkten in Führung. In der Langkür zeigte Tim erstmals international sein neues Kürprogramm vom Choreographen Andrea Bassi zur Musik „Claire de Lune“. Seine läuferische Leistung kam sehr gut an und das Programm betonte seine Ausdrucksstärke. Technisch unterliefen Tim leider bereits in der ersten Hälfte des Programms kleinere Fehler. In der zweiten Hälfte des Programms kämpfte Tim mit den Temperaturen über 30 Grad sowie der hohen Luftfeuchtigkeit, sodass er starke Schwierigkeiten hatte und schwer im Dreifachlutz stürzte. Insgesamt zeigte Tim kein schlechtes Programm. Damit gewann er nach 2022 (Paredes, Portugal) und 2023 (Asunción, Paraguay) seine dritte Weltcup-Silbermedaille. Mit dem Nichterreichen seines persönlichen Zieles, dem Sieg des Wettbewerbes, ist Tim mit seiner Leistung nicht vollständig zufrieden. Es gibt viele Komponenten, die ihn optimistisch für die Saison stimmen, dennoch ist noch an vielen Stellen Arbeit notwendig. Insgesamt liegt Tim nach seinem 2. Platz auf Platz 5 in der Weltrangliste. Damit befindet er sich in einer guten Ausgangsposition für die folgenden Wettbewerbe. Nun bereitet sich Tim auf das im Mai anstehenden nächste Weltcup-Event in Triest (Italien) vor, bei dem er voraussichtlich auf ein unglaublich starkes und großes europäisches Starterfeld treffen wird.